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Mauerreste bei Tiefbauarbeiten gefunden

Baubegleitende archäologische Untersuchungen finden an der Bremer Schlagd statt

28.09.2023

Die Sanierung der Bremer Schlagd ist mit Tiefbauarbeiten gestartet. Aktuell wird die Schlagdmauer stadteinwärts durch das Einsetzen einer Gabionenwand verstärkt, bestehend aus massiven, würfelförmigen Säcken, die mit Kies befüllt sind.

Bei den dafür notwendigen Aushubarbeiten stieß das beauftragte Unternehmen F.W. Kirchner auf Mauerreste, die eine baubegleitende archäologische Untersuchung erfordern. Bereits während der Sanierung der Wanfrieder Schlagd fanden solche Untersuchungen statt.

Für die Durchführung der Untersuchung, die Ausgrabungen der Fundstelle per Muskelkraft und das Entnehmen von Bodenprobe für eine genauere Analyse beinhalten, wurde das Unternehmen „Archäologische Ausgrabungen und Bauprojektbetreuung“ (AAB) mit Hauptsitz in Berlin beauftragt. Das Unternehmen agiert bundesweit.

Wie Mitarbeiterin des Unternehmens AAB mitteilte, zeichnen sich in den nun geöffneten Bauabschnitten deutlich mehr Befunde ab, als zunächst vermutet, weshalb das Personal vor Ort aufgestockt wurde. Um die Befunde möglichst zügig zu dokumentieren, werden sie via SFM-Verfahren (SFM steht für Structure Form Motion, einer Art Fotoserie zur Erstellung eines 3 D-Models) aufgenommen. Hieraus können bei Bedarf "Zeichnungen" von Befundprofilen generiert werden. Somit kann gewährleistet werden, dass die Befundsituation in ihrer Gesamtheit im Feld qualitativ und quantitativ dokumentiert wird und die Bauarbeiten zügig vorangetrieben werden können.

Zusätzlich werden besonders aussagekräftige Befundprofile im Zuge der Feldarbeiten photogrammetrisch dokumentiert. Photogrammetrie ist ein Verfahren, bei dem anhand von Fotos zuverlässige Messungen vorgenommen werden können. Die aufgenommen SFM-Modelle und photogrammetrischen Befundprofile und Plana werden georeferenziert und gemäß den Grabungsrichtlinien zur Dokumentation archäologischer Ausgrabungen des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege aufgearbeitet.

Autor: M. Simon / Pressestelle Hann. Münden, 28.09.2023 
Quelle: Fachdienst Liegenschaften, Hochbau und Sanierung 

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