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Gegen die Vermüllung: Aktion # Müll-Nimm es mit

# Müll

# Müll (ausgesprochen „Häschtäg Müll“) ist eine Initiative von engagierten Mündener

B1_#muell

Bürgern in Zusammenarbeit mit der Stadt Hann. Münden.

 „Mit unseren comicartigen Karten möchten wir die Aufmerksamkeit auf das Thema Müll und unser Wergwerfverhalten lenken, ohne dabei den bösen Zeigefinger zu erheben“, erklären Anja Fehrensen und Barbara Brübach, Initiatorinnen des Projekts.

Intitiatorinnen der Aktion # Müll - v. l.: Anja Fehrensen und Barbara Brübach

„Ich sammle jeden Morgen Müll auf, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe und irgendwann hatte ich die Nase voll und dachte mir, das kann es doch nicht sein – resignieren und Müllaufsammeln. Da entstand die Idee von #Müll“, so Fehrensen. Der Name war erst anders und das Aussehen auch, aber die Idee mit Humor und jugendgerechtem Layout Bewusstsein und Achtsamkeit zu schaffen, war geboren. „Wir glauben beide daran, dass sich die Menschen nur selbst ändern können und deshalb möchten wir Bewusstsein schaffen, damit der eine oder die andere das zum Anlass nimmt und beim nächsten Mal den Müll nicht einfach hinwirft oder liegen lässt, sondern in den Mülleimer schmeißt“, erläutert Barbara Brübach von „Fette Typen“ und Gestalterin der #Müll Comic-Karten. Ob ihnen das gelingen wird, können die beiden Frauen nicht voraussagen, aber ihnen ist es wichtig etwas zu tun, statt sich nur über herumliegenden Müll aufzuregen. „Wenn wir das Verhalten von nur einer Person damit verändern, dann haben wir bereits gewonnen“, so die beiden Initiatorinnen.
Das Projekt wird von der Stadt und den Kommunalen Diensten unterstützt, was auch die Vernetzung durch den QR-Code mit der Internetseite der Stadt zeigt. Wer den QR-Code abscannt wird zur Info-Seite des Projektes geführt. Hier erfährt der Interessierte nicht nur alles über das Projekt und sieht die Bilder der einzelnen Motive, sondern erfährt zum Beispiel auch, wie viel Geld es die Verwaltung monatlich kostet, den öffentlichen Müll zu entsorgen und wie viel Extrakosten entstehen, wenn der achtlos hingeworfene Müll von den Mitarbeitern der KDM aufgesammelt werden muss – Geld, Steuergeld, was dann wieder an anderen wichtigen Stellen fehlt, um z.B. Jugendförderprogramme umzusezten..
Die jetzige Projektphase läuft drei Monate, danach werden die Schilder wieder verschwinden. Bei positiver Resonanz planen die beiden Frauen die Mündener Schulen mit einem Wettbewerb einzubinden. Die besten Ideen sollen dann in Runde zwei, im nächsten Jahr umgesetzt werden. Dafür werden noch Sponsoren gesucht, denn das Projekt wurde zu 100 % aus Privatgeldern finanziert. Am liebsten würden die beiden Frauen aus ihrer Idee ein smartphone-fähiges Geo-Caching Spiel rund um Mülleimer und Müll entwickeln, aber das wäre erst Schritt Nummer drei und der läge noch etwas in der Zukunft, heißt es.

Stadtverwaltung und Bürgermeister Wegener unterstützen

Zum Start der Aktion haben die Kommunalen Dienste Daten zum Müll in der Stadt aus dem Datenbestand für 2016 mitgeteilt:
Für Personalkosten, Sachkosten und Entsorgung sind es ca. 97.000 €. Diese Summe gibt die Stadtverwaltung im Jahr nur für die manuelle Straßenreinigung aus.
Die Mitarbeiter/innen KDM leeren 6mal in der Woche ca. 150 Abfallbehälter und sammeln von Beeten, Parkwiesen, Grünstreifen und Pflasterflächen bei den Rundgängen im Stadtgebiet rund 50 Tonnen Müll, der entsorgt werden muss.
Beim sogenannten wilden Müll ist der Landkreis Göttingen außerhalb der Ortslagen ist der Landkreis Göttingen zuständig. Im Zuständigkeitsbereich der Stadt Hann. Münden waren das neben ca 65 t Müll auch :
Ca. 200 Altreifen
Ca. 20 Weiße Ware ( Kühlschränke etc.)
Ca. 10 braune Ware ( Fernseher etc.)
Diese Mengen an achtlos weggeworfenem Müll sind ein Problem für die Reinigungsmitarbeiter und Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Hann. Münden.
Daher begrüßt und unterstützt Bürgermeister Harald Wegener die Initiative #Müll, mit der aktive Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gegen die Verschmutzung in der Stadt, den Ortschaften und in der Landschaft setzen wollen. Pressestelle