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Hinweise für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern
29.12.2010

Informationen zur Benutzung von Feuerwerk und Himmelslaternen

Feuerwerk


Der Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Hann. Münden informiert über gesetzliche Regelungen zur Benutzung von Feuerwerkskörpern.

Der Bundesgesetzgeber hat durch eine Änderung des Sprengstoffrechts folgendes geregelt:

„Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe
von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen
sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.“ (1 )

Für diese Neuregelung sind Erklärungen zu einigen der vom Gesetzgeber verwendeten Begriffe notwendig:

- Pyrotechnische Gegenstände sind per gesetzlicher Definition solche Gegenstände, die Vergnügungs- oder technischen Zwecken dienen und in denen explosionsgefährliche Stoffe oder Stoffgemische enthalten sind, die dazu bestimmt sind, unter Ausnutzung der in diesen enthaltenen Energie Licht-, Schall-, Rauch-, Nebel-, Heiz-, Druck- oder Bewegungswirkungen zu erzeugen.

- In unmittelbarer Nähe wurde vom Gesetzgeber nicht bestimmt. Die Stadt Hann. Münden gibt einen Mindestabstand von 200 m vor, so wie dies schon von den Brenntagen bekannt ist.

- Fachwerkerhäuser sind nach der Auffassung der Stadt Hann. Münden alle Gebäude, die als Fachwerkkonstruktion erbaut sind. Es kommt also nicht auf die Nutzung oder das äußere Erscheinungsbild an. D. h., dass auch z. B. verkleidete Fachwerkhäuser, Scheunen und sonstige Neben- und Wirtschaftsgebäude gemeint sind.


Das Verbot gilt also für alle Arten von Feuerwerkskörpern, Raketen, Böller und Batterien, soweit diese erst für Personen über 18 Jahre erlaubt sind (ab Kategorie 2). Tisch- und Jugendfeuerwerk (Kategorie 1) ist weiterhin erlaubt.

Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hann. Münden bedeutet dies, dass Feuerwerk nur noch in wenigen Bereichen überhaupt abgebrannt werden darf. Die historische Innenstadt sowie alle Ortsteile sind von diesem Verbot betroffen, aber auch die Wohngebiete, in denen sich die Krankenhäuser und Altersheime befinden.

Die Stadt Hann. Münden stellt für den Jahreswechsel zum Abbrennen von Feuerwerk folgende alternative Flächen bereit, auf denen das Verbot nicht gilt.


Tanzwerder:
Unterer Teil des Tanzwerders zwischen der gepflasterten Querverbindung des Straßenrings dem Weserstein


Rattwerder:
Parkplatz vor dem Hochbad


Das gesetzliche Verbot soll die genannten Einrichtungen und Häuser schützen. Die Stadt Hann. Münden und die Polizei werden daher die Einhaltung des Verbotes kontrollieren und ggf. Verstöße ahnden.


Auf eine weitere Gesetzesänderung weißt der Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Hann. Münden hin. Danach ist es ist in Niedersachsen ganzjährig verboten, unbemannte Heißluftballone aufsteigen zu lassen, bei denen die Luft mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird und die im Handel als ,,Himmelslaternen“ vertrieben werden. (2)

1 Änderung des Sprengstoffgeseztes (§ 23 des Artikel 2, Änderung der ersten Verordnung zum 4. Gesetz der Änderung des
Sprengstoffgesetzes vom 17.07.2009
2 § 1 der Nds. Verordnung über den Betrieb von unbemannten Heißluftballonen (LuftUnBV ND) vom 22. April 2009,
gültig vom 01.05.2009 bis zum 31.12.2013


Für Fragen zu den bestehenden Verkehrsbeschränkungen steht Ihnen die Stadt Hann. Münden, Bereich Sicherheit und Ordnung, Tel. 05541/75-354, zur Verfügung.

Im Auftrage
gez. Unterschrift
Liebrecht
Stadtamtmann