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Neue Regelung für Brenntage im Frühjahr 2008
04.04.2008

Brenntage – Neue Regelungen für das Jahr 2008


Nach einem Beschluss des Rates der Stadt Hann. Münden wird es auch in diesem Frühjahr wieder Brenntage geben. Die Regelungen sollen für die Kernstadt und die Ortsteile gelten, und zwar für einen Zeitraum von 4 Wochen im Frühjahr und Herbst eines Jahres.
Die Verwaltung hat diesen Beschluss nun umgesetzt und die Brenntage für das Frühjahr nun konkret festgelegt. Die Allgemeinverfügung zu den Brenntagen wird in der Rubrik „Amtliche Bekanntmachung“ in der HNA veröffentlicht.

In der Kernstadt Hann. Mündens und in den Ortschaften, in denen die Voraussetzungen für ein Verbrennen von Baum- und Strauchschnitt und anderen pflanzlichen Abfällen gegeben sind, kann das Verbrennen während der Brenntage im Zeitraum vom 07.04.2008 bis zum 03.05.2008, jeweils montags bis samstags, ausgenommen Sonn- und Feiertage, stattfinden und zwar jeweils in der Zeit von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Viele Voraussetzungen sind wie in den Vorjahren wieder in die Festsetzung der Brenntage aufgenommen worden, so bleiben insbesondere die Mindestabstände unverändert. Es gibt aber auch Neuerungen. Die wichtigsten Details für die Brenntage hier noch einmal übersichtlich besonders erläutert:

· Zeitraum für die Brenntage
Die Verwaltungsleitung hat den Zeitraum für die Brenntage im Frühjahr 2008 auf die vier Wochen vom 07.04.2008 bis zum 03.05.2008 festgelegt. Sonntage und Feiertage sind hiervon ausgenommen.

· Warum vier Wochen ?
In den letzten Jahren gab es während der Brenntage häufig ungünstige Witterungsverhältnisse. Insbesondere durch Regen und dichte Bewölkung kam es zu vermehrter Entwicklung und schlechtem Abzug des Rauchs, da sogenannte Inversionswetterlagen bestanden. Dies soll durch einen längeren Zeitraum, in dem auf eine günstigere Wetterlage gewartet werden kann, verhindert werden.

· Wer darf brennen ?
Nur wer die Sicherheitsbestimmungen einhält, darf auf seinem Grundstück brennen. Es geht darum, dass pflanzliche Abfälle, die auf einem bewirtschafteten Grundstück anfallen, egal ob Wohngrundstück oder z. B. Gartengrundstück, dort auch durch Verbrennen entsorgt werden können. Die Mindestabstände und die Sicherung der Brandstelle sind dabei besonders wichtig.



· Mindestabstände
Die Regelungen über die Mindestabstände dienen insbesondere dem Immissions- und Brandschutz. Die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft und die Allgemeinheit durch die zumeist unvermeidbare, wenn auch geringe Rauchentwicklung sollen hiermit auf ein Mindestmaß verringert werden.

· Mindestabstand von 50 m zu allen Gebäuden
Unter Gebäude sind hier alle Bauten zu verstehen, d. h. Wohngebäude und alle möglichen Nebengebäude, wie z. B. Garagen, Gartenhäuser und –lauben, Schuppen und Scheunen. Hier wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in Nebengebäuden zumeist eine höhere Brandlast besteht als in Wohngebäuden. So werden etwa der Reservekanister für den Rasenmäher oder Herbizide und Pestizide für den Garten bewusst außerhalb des Wohnhauses in den Nebengebäuden gelagert.

· Mindestabstand von 200 m zu Krankenhäusern und Altenwohnheimen
Zum Schutz von insbesondere kranken und alten Menschen gelten diese erhöhten Mindestabstände.

· Mindestabstand von 50 m zu öffentlichen Verkehrsflächen
Zu den öffentlichen Verkehrsflächen gehören nicht nur die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze. In Hann. Münden und den anliegenden Ortschaften sind dies auch die drei Flüsse Werra, Fulda und Weser. Diese Flüsse im Gebiet der Stadt Hann. Münden sind Bundeswasserstraßen und damit auch öffentliche Verkehrsanlagen.

· Kleingärten
In den zahlreichen Kleingärten im Gebiet der Stadt Hann. Münden und den Ortschaften darf in den meisten Fällen gar nicht verbrannt werden. Häufig können die Mindestabstände zu Gebäuden oder öffentlichen Verkehrsflächen – auch Werra, Fulda und Weser – nicht eingehalten werden.

· Treibsel
Es ist nicht gestattet, pflanzliche Abfälle an Uferbereichen abzulegen, in der Annahme, das nächste Hochwasser nimmt das Schnittgut mit. Dies stellt eine unerlaubte Abfallentsorgung dar und wird vom Landkreis Göttingen verfolgt und mit Bußgeldern geahndet. Sollten angeschwemmte Materialien (Treibsel) auf dem Grundstück anfallen, so dürfen diese grundsätzlich nicht verbrannt werden; hier ist der Landkreis Göttingen zu informieren.


Die Sicherheitsbestimmungen haben zur Folge, dass das Verbrennen pflanzlicher Abfälle im Stadtbereich praktisch kaum möglich wird. Dies ist vom Gesetzgeber bewusst so eingerichtet und dient dem Brand- und Immissionsschutz.

Die Einhaltung der Auflagen, insbesondere der festgelegten Mindestabstände, wird daher auch kontrolliert; die Nichtbeachtung der Auflagen kann als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.
Die Allgemeinverfügung über das Verbrennen pflanzlicher Abfälle finden Sie unter www.hann.muenden.de.

All jene Grundstückseigentümer, die von der Möglichkeit des Verbrennens nicht Gebrauch machen, können zur Entsorgung der pflanzlichen Abfälle die Baum- und Strauchschnittabfuhr des Landkreises Göttingen nutzen, die noch bis zum 15.04.2008 stattfindet. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte Ihrem Abfallkalender.



Für weitere Fragen und Einzelheiten zur Allgemeinverfügung über das Verbrennen pflanzlicher Abfälle steht Ihnen die Stadt Hann. Münden unter der Tel. Nr. 05541/ 75-221 zur Verfügung.


Im Auftrage
gez. Unterschrift

Liebrecht
Stadtamtmann