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Lohnsteuerkarte adieu...
29.09.2011

Das Finanzamt Göttingen informiert:
Finanzamt verschickt Informationsschreiben zur Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte in Niedersachsen

Nach 85 Jahren geht die Lohnsteuerkarte in den Ruhestand: Die Tage des Vordrucks aus Pappe sind gezählt, ab dem 1. Januar 2012 sorgt ein elektronisches Verfahren für schnellere Wege und weniger bürokratischen Aufwand. Unter dem Namen "ELStAM" (für "Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale") werden künftig alle Daten zwischen Finanzämtern, Unternehmen und Arbeitnehmern digital übermittelt. Rund 55 Millionen Karten hat die Verwaltung zuletzt noch verschickt - inklusive des Aufwands für Änderungen und Ersatzkarten erwarten die Kommunen durch den Wegfall eine jährliche Ersparnis von bis zu 70 Mio. Euro. Auch für die Unternehmen bedeutet die Umstellung eine große Arbeitsersparnis.

Freibeträge prüfen und neu beantragen

Aber einmal noch erhalten die Bürger Post zur elektronischen Steuerkarte: Beginnend ab 04. Oktober 2011 wird den Arbeitnehmern eine Mitteilung über die gespeicherten Daten wie Anzahl der Kinder, Steuerklasse und ähnliches zugesandt. Die Finanzämter empfehlen, die enthaltenen Informationen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Denn künftig werden die Daten nur noch auf der Lohnabrechnung sichtbar sein. Nicht alle vorhandenen Freibeträge werden dabei automatisch übernommen: Wer beispielsweise als Berufspendler den Aufwand für den Weg zur Arbeitsstelle als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hatte, muss dies neu beantragen. Versäumt er es, wird der Freibetrag ab Januar 2012 nicht mehr bei der Steuerberechnung berücksichtigt - und netto bleibt weniger vom Brutto-Gehalt übrig. Bis zum Jahresende haben Arbeitnehmer Zeit für den Antrag.

Weniger Bürokratie

Praktisch ist das neue elektronische Verfahren auch bei Änderungen: Bei einer Heirat oder einer Geburt mussten bislang die persönlichen Daten auf der Lohnsteuerkarte in der Gemeindeverwaltung aktualisiert werden. Künftig entfällt der Weg zum Amt, auch diese Änderungen werden digital verarbeitet. Und wer den Arbeitgeber wechselt, muss nur noch die persönliche Steuer-Identifikationsnummer und das Geburtsdatum angeben. Unter www.elster.de gibt es alle weiteren Infos zum neuen System.

Vorteile auch für den Arbeitgeber

Nicht nur für Arbeitnehmer wird künftig so mancher Weg überflüssig - von der Umstellung auf die elektronische Steuerkarte versprechen sich auch Unternehmen zahlreiche Verbesserungen. Dies beginnt damit, dass die Daten der Lohnsteuerkarten künftig nicht mehr per Hand erfasst werden müssen. Auch die gesamte Lohnbuchhaltung wird vereinfacht - Vorteile, die viele Arbeitsstunden und damit bares Geld einsparen.

Informationen gibt es unter www.elster.de sowie im Finanzamt Göttingen. Das Servicecenter des Finanzamts ist Montags bis Freitags von 08:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstags darüber hinaus bis 17:00 Uhr geöffnet. Telefonische Auskünfte sind auch außerhalb diese Öffnungszeiten möglich und sinnvoll. Für Rückfragen halten Sie bitte Ihre Identifikationsnummer, bei Auskünften im Finanzamt auch Ihre gültigen Ausweispapiere bereit.
Telefonische Auskünfte zu Fragen rund um die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte erteilt das Finanzamt Göttingen unter der Rufnummer 0551-407-678.
Im Auftrag:
Stadt Hann. Münden
Pressestelle