Hann. Münden zeigt Flagge für Tibet
Am Mittwoch, 10. März weht auf 1050 deutschen Rathäusern, Ämtern und auch am Rathaus der Stadt Hann. Münden die Flagge Tibets als Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk
Hann. Münden. Seit 1999 beteiligt sich Hann. Münden an dieser weltweiten Aktion, bei der in jedem Jahr am 10. März an den Jahrestag des tibetischen Nationalaufstandes erinnert wird.
1050 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland (116 davon in Niedersachsen) hissen am 10. März auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets. Eintausendfünfzig demokratisch gewählte Oberhäupter von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die für Tausende von Bürgern stehen, bekräftigen damit das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität.

Aufgerufen zu dieser Aktion hat zum 15. Mal die Tibet Initiative Deutschland e.V.
Der 51. Jahrestag erinnert an den Widerstand der Tibeter gegen die Unterdrückungsmaßnahmen der chinesischen Besatzer, der am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, einen tragischen Höhepunkt fand. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Der Dalai Lama und Tausende seiner Landsleute flohen ins Exil.
Für Tibet „Flagge zeigen“ ist ein Zeichen des Protests gegen die anhaltende Menschenrechtsverletzungen, gegen die Unterdrückung und Zerstörung der Kultur, Religion und nationalen Identität der Tibeter und gegen die Verweigerung des Rechts auf Selbstbestimmung für das tibetische Volk. Es geht bei der Flaggenaktion nicht um „Unabhängigkeit für Tibet“, nicht um „Freiheit für Tibet“ – darüber zu entscheiden ist Sache des tibetischen Volkes!
Mit dem Hissen der Schneelöwenfahne appellieren 1050 Landrätinnen und Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Deutschland zusammen mit der Tibet Initiative Deutschlands (TID) an die chinesische Regierung, in der Tibetfrage endlich Verhandlungsbereitschaft zu zeigen und einen Dialog ohne Vorbedingungen mit dem Dalai Lama aufzunehmen.
Am 10. März für Tibet Flagge zeigen ist ein Bekenntnis zu globaler Verantwortung – auch in der Politik. „Wer neutral bleibt angesichts von Unrecht, stellt sich auf die Seite des Unterdrückers“ sagte einmal Nelson Mandela.
1050 deutsche Städte und Gemeinden sind nicht neutral geblieben sondern zeigen Flagge für Tibet und für die universelle Gültigkeit der Werte, wie sie in der Charta der Vereinten Nationen verankert sind und jedem Volk zustehen.
Die Beteiligung an der internationalen Aktion „Eine Flagge für Tibet“ wird in Deutschland seit 1996 veranstaltet. Sie ist eine öffentliche Möglichkeit auf die Missstände aufmerksam zu machen. Die tibetische Nationalflagge ist in Tibet verboten. Ihr Zurschaustellen, ja allein der Besitz gilt als „konterrevolutionärer Akt“ und damit als Verbrechen gegen die Volksrepublik China und wird mit mehrjähriger Haft bestraft. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet bei: www.tibetflagge.net.
Pressestelle
Stadt Hann. Münden
Julia Bytom