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16.07.2020

Stellungnahme der Stadtverwaltung zur vielfältigen Kritik im Rahmen der Baumaßnahme B496

Die Stadtverwaltung ist sich vollumfänglich bewusst, dass eine mehrwöchige Sperrung der B 496 eine zusätzliche Belastung für Bewohner*innen, Handel, Gastronomie und den Tourismus bedeuten!

Vor diesem tiefgreifenden Hintergrund sind mit der DB Netz AG umfangreiche Koordinierungsgespräche im Vorfeld geführt worden. Ziel der Stadtverwaltung war und ist es weiterhin, die negativen Auswirkungen auf ein allgemeinverträgliches Mindestmaß zu reduzieren. Dabei ist allen Handelnden bewusst, dass jeder Einzelne vor der Sperrung individuell stark betroffen sein kann und wird. Ein Augenmerk lag auf der gleichzeitigen Ausführung mehrerer parallel durchgeführter Baumaßnahmen, so dass innerhalb einer einzigen Sperrzeit 5 Projekte abgearbeitet werden können. Ein wichtiger Entscheidungsgrund, die Baumaßnahmen in den Sommerferien durchzuführen ist, dass in diesem Zeitraum der ÖPNV keine Schüler transportieren muss und dass viele Hann. Mündener urlaubsbedingt diese Verkehrswege nicht täglich nutzen müssen.

Die notwendigen Arbeiten der DB Netz AG an der Stützmauer B 496 in Höhe des Bahnübergangs, am Bahnübergang selbst, an Hangsicherungsarbeiten und an der Sanierung einer Kaskade bedingen in der Sommerferienzeit für 3 Wochen vom 18.07.2020 bis einschließlich 09.08.2020 eine Vollsperrung der Straße. Zusätzlich wird der Bahnübergang am Iserberg ebenfalls instandgesetzt. Die Baumaßnahme kann aufgrund der einzusetzenden Maschinen nur unter Vollsperrung der Straße durchgeführt werden.

Eine Verschiebung ist nicht möglich, da die DB Netz AG einen mehrjährigen Planungsvorlauf hat. Konsequenz einer Verschiebung nur einer einzigen Baumaßnahme könnte sein, dass sich unkontrolliert Steine lösen, ins Rutschen kommen und die B 496 blockiert und somit für alle Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahrensituation entstanden wäre. Das hätte in der Folge eine Sperrung der B496 von sehr langer Dauer zur Folge, da in der Regel keine Baufirma für die notwendigen Arbeiten sofort zur Verfügung steht.

Zur Milderung der Auswirkungen auf den Hann. Mündener Ortsteil Bonaforth wird die DB Netz AG im Auftrag der Stadtverwaltung mit Zustimmung vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hannoversch Münden (WSA) an der B3 auf dem Gelände des WSA wieder einen Behelfsparkplatz herstellen. Die Bonaforther Bürgerinnen und Bürger haben damit die Möglichkeit, ihr Auto dort stehen zu lassen und zu Fuß die Ortschaft zu erreichen. Die Einrichtung des provisorischen Parkplatzes ist ab dem 13.07. geplant; die Nutzung soll in der Zeit vom 17.07. bis 19.08. möglich sein.

Über die zeitgleiche Vollsperrung der B 3 in der Ortsdurchfahrt Wilhelmshausen hatte die Stadtverwaltung bei ihren Vorgesprächen mit der DB Netz AG keine Kenntnis.

Bürgermeister Harald Wegener sieht die Probleme, die mit der beidseitigen Sperrung einhergehen und weist darauf hin, dass seine Mitarbeiter*innen die rechtzeitig bekanntgegebene Baumaßnahme der DB Netz AG im Rahmen des seinerzeitigen Anhörungsverfahrens von HessenMobil zur Sperrung der B 3 in der Ortsdurchfahrt Wilhelmshausen hingewiesen haben, dass zeitgleich die DB die Sperrung des Bahnübergangs 496 beantragen wird. Die DB braucht bei Baumaßnahmen, bei denen der Zugverkehr komplett eingestellt wird, eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren. Die DB kann deshalb nicht einfach Beginn und Ende der Baumaßnahme verschieben.

Bürgermeister Harald Wegener bittet besonders die Bewohner*innen der Ortschaft Bohnaforth die zurecht kritisierte fehlende Busanbindung ab Samstag dieser Woche in den kommenden Wochen im Rahmen der bestehenden guten Dorfgemeinschaft über Fahrgemeinschaften und „Mitbringdienste“ aufzufangen. Weitere unterstützende Maßnahmen werden von Seiten der Stadtverwaltung zur Zeit geprüft.

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