Spatenstich für gemeinsames Feuerwehrhaus
Erdarbeiten beginnen unmittelbar – Rohbauauftrag bereits vergeben
16.09.2026
Mit dem offiziellen Spatenstich begann am vergangenen Donnerstag der Bau des gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Ortsteile Gimte und Volkmarshausen. Der Neubau entsteht an der Volkmarshäuser Straße zwischen den Straßen Am Bruch und Thielebachweg.
Etwa 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Ratsmitglieder sowie Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen, verfolgten den Auftakt der Baumaßnahme. Bürgermeister Tobias Dannenberg, Stadtbrandmeister Lutz Hannemann, die Ortsbürgermeister Peter Katzwinkel (Gimte) und Pr. Dr. Markus Ziegeler (Volkmarshausen) sowie die Ortsbrandmeisterin Carina Marschall (Freiwillige Feuerwehr Volkmarshausen), Ortsbürgermeister Kim Menkhaus (Freiwillige Feuerwehr Gimte) richteten ihre Grußworte an die Zuhörerinnen und Zuhörer.
Die ersten Arbeiten auf dem Grundstück konnten damit unmittelbar beginnen. Zunächst werden im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen der Mutterboden abgeschoben und das Gelände entsprechend der Planung modelliert. Der Auftrag für die Rohbauarbeiten wurde bereits Ende August erteilt.
Auf rund 920 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein modernes Feuerwehrhaus mit einer Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen sowie Räumen für Einsatzkräfte, Ausbildung, Jugendfeuerwehr und Aufenthalt. Damit erhalten die beiden Ortsfeuerwehren künftig zeitgemäße und funktionale Bedingungen für ihre Arbeit.
Die Gesamtkosten für den Neubau einschließlich Ausstattung belaufen sich voraussichtlich auf rund 5,75 Mio. Euro. Das Land Niedersachsen unterstützt die Umsetzung mit 1 Mio. Euro. Nach den nun beginnenden Erdarbeiten folgen im weiteren Bauablauf unter anderem die Mauer- und Betonarbeiten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Stadtbrandmeister Lutz Hannemann würdigte den Spatenstich als wichtigen Schritt für die Zukunft der Feuerwehren in Gimte und Volkmarshausen. Mit dem neuen Feuerwehrhaus entstehe nicht nur ein modernes Gebäude, sondern ein gemeinsamer Mittelpunkt für zwei Ortsfeuerwehren, die sich aus eigener Initiative dazu entschlossen hätten, ihre Zukunft gemeinsam zu gestalten.
„Gemeinsames Projekt verdient Respekt“
„Dieses gemeinsame Projekt verdient Respekt“, betonte Hannemann. Die Entscheidung zeige, dass Feuerwehr nicht nur Tradition bewahre, sondern auch den Mut habe, neue Wege zu gehen. Insgesamt 116 Mitglieder aus Einsatz-, Alters-, Kinder- und Jugendfeuerwehr würden künftig unter einem Dach eine gemeinsame Heimat finden. Zugleich stärke der Neubau die Einsatzfähigkeit im gesamten Stadtgebiet. Gerade bei Unwetterlagen seien die Feuerwehren in diesem Bereich regelmäßig besonders gefordert. Das neue Feuerwehrhaus schaffe daher auch eine wichtige Rückfallebene, wenn andere Einsatzkräfte bereits gebunden seien.
Hannemann dankte den Kameradinnen und Kameraden aus Gimte und Volkmarshausen für ihren Mut und ihre Bereitschaft, diesen gemeinsamen Weg zu gehen. Sein Dank galt außerdem dem Feuerwehrausschuss, Rat und Verwaltung sowie allen an Planung und Vorbereitung Beteiligten. „Wenn aus zwei Feuerwehren eine gemeinsame starke Gemeinschaft wird, dann verliert keine der beiden etwas – sondern beide gewinnen Zukunft“, fasste der Stadtbrandmeister zusammen.
Bürgermeister Tobias Dannenberg erklärte: „Mit dem heutigen Spatenstich wird aus vielen Monaten der Planung nun sichtbar ein konkretes Bauprojekt. Mit dem neuen Feuerwehrhaus schaffen wir moderne und zukunftsfähige Bedingungen für die Kameradinnen und Kameraden aus Gimte und Volkmarshausen. Gleichzeitig dient diese Investition der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und stärkt unserer Freiwilligen Feuerwehr. Mein besonderer Dank gilt allen, die dieses wichtige Projekt mit großem Engagement vorbereitet, geplant und bis zu diesem entscheidenden Meilenstein begleitet haben.“
In die Planung, die in der Verantwortung des städtischen Fachdienstes Liegenschaften, Hochbau und Sanierung liegen, wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren Gimte und Volkmarshausen sowie des Stadtkommandos einbezogen. Ihre Erfahrungen und Anforderungen aus dem Feuerwehralltag flossen in die Konzeption des Neubaus ein.
Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden