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Stadtverwaltung und Initiative »Münden blüht und summt« weisen mit Flyer auf die Nachteile von Schottergärten hin

Lieber sattes Grün als tristes Grau: Sogenannte „Schottergärten“ entziehen Insekten, wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co. jegliche Lebensgrundlage.

12.07.2022

Wenn Hecken, Sträucher, Bäume und Rasen unerwünscht sind und verschwinden, bringt das grundlegende Veränderungen für Insekten mit sich. In den Steinwüsten, die ein geordnetes Erscheinungsbild aufweisen und einen geringeren Pflegeaufwand garantieren sollen, hat das Leben keinen Platz mehr. Aufgrund des fehlenden Nahrungsangebot für Lebewesen unterschiedlichster Art, kommt es zu einer Verdrängung. Und auch das Klima verändert sich: „Bei einem Schottergarten verhält es sich wie mit einer asphaltierten Straße: Er heizt sich gerade im Sommer viel schneller auf als eine Grünflache und es gibt in der Umgebung keine Feuchtigkeit mehr“, erklärt Eleonore Dehnerdt von der Initiative „Münden blüht und summt“. Die negativen Folgen seien dann nicht nur für die Tierwelt, sondern ganz besonders für den Menschen spürbar. Dabei ist die Schönheit von „Schottergärten“ von recht kurzweiliger Natur. Nach etwa drei Jahren bemoosen Steine durch den Eintrag von organischem Material. Sie müssen dann kostspielig entsorgt oder aufwändig gereinigt werden.

Um auf die Vorzüge von vor Pflanzen nur so sprießenden Gärten hinzuweisen, hat die Stadt Hann. Münden gemeinsam mit der Initiative „Münden blüht und summt“ einen Flyer gestaltet, der am 16. Juli 2022 über die Wochenzeitung „Heimatnachrichten“ an alle Haushalte der Kernstadt und der Ortsteile verteilt werden soll. Der Flyer mit dem Titel „Naturnahe Gartengestaltung – Gärten für Bienen, Schmetterlinge und Co.“ wurde durch Spenden finanziert und ist einer von mehreren Bausteinen der Initiative „Münden blüht und summt“. So hat sie in der Altstadt auf städtischen Flächen mehrere „Amtlich anerkannte Blühstellen“ eingerichtet, um das Erscheinungsbild grüner und freundlicher zu gestalten und informiert in einem Sch(l)aufenster in der Kirchstraße: „Wir möchten das Thema immer wieder in Erinnerung rufen und dabei auf die vielen Vorteile von naturnahen Grünflächen und Gärten aufmerksam machen – zum Wohle von Mensch und Natur“, informiert Eleonore Dehnerdt von der Initiative.

Das geschieht auch in persönlichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, so geplant am Samstag, 23. Juli 2022, von 9 bis 14 Uhr. Die Initiative möchte an diesem Tag von einem Informationsstand auf dem Kirchplatz aus die Passanten ansprechen und aufklären. Der Rat der Stadt Hann. Münden begrüßt übrigens die Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Initiative und hat sich mit einem entsprechenden Ratsbeschluss im Juni 2018 entschieden, dass sich Hann. Münden zu einer bienenfreundlichen Stadt entwickeln soll – gerade auch auf öffentlichen Flächen.

Nähere Informationen zum Flyer respektive der Initiative „Münden blüht und summt“ erhalten Interessierte bei Ulrike Braun vom Fachdienst Stadtplanung, Tel. 05541-75230, E-Mail braun@hann.muenden.de und Eleonore Dehnerdt von der Initiative „Münden blüht und summt“ unter E-Mail eloquent@t-online.de

Autor: M. Simon, PRESSESTELLE 

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