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Bürgerinformation: Philosophenweg

Bürgermeister Dannenberg will mehrere Möglichkeiten für Kostensenkungen prüfen lassen

17.06.2022

Geplante Sanierung des Philosophenwegs: Stadt geht auf Anlieger zu.

Während der Informationsveranstaltung für Anlieger des Philosophenwegs stellte die Stadtverwaltung die Planungen für die anstehende Straßensanierung vor und stellte sich den Fragen der Anwesenden. Im Rittersaal des Welfenschlosses begrüßte Bürgermeister Tobias Dannenberg rund 60 Bürgerinnen und Bürger, die ihren Unmut über die Situation, zum Teil mit Transparenten, bereits vor Veranstaltungsbeginn auf dem Schlossplatz zum Ausdruck gebracht hatten.

Gemeinsam mit A. Wilhelm, Fachbereichsleiterin Finanzen, M. Bruns, Fachdienstleiter Steuern und Beiträge, J. Spiegler, Leiter Eigenbetrieb Stadtentwässerung, J. Liebrecht, Bereichsleiter Kommunale Dienste und  A. Frost, Mitarbeiter Fachdienst Tiefbau, ging Tobias Dannenberg auf die Maßnahme ein. Dabei wird der Kanal und Straße auf 900 Metern Länge erneuert werden müssen, auf 650 Metern Länge muss aufgrund der Hanglage einseitig die Errichtung eines Stützbauwerks erfolgen. Kostenpunkt der gesamten Baumaßnahme: 10 Millionen Euro. Da sich der Eigenbetrieb Stadtentwässerung an den Baukosten beteiligt, belaufen sich die umlagefähigen Kosten auf rund 7,6 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die Straßensanierung, das Stützbauwerk (mit 4,2 Millionen Euro der größte Posten), sowie eine Kostenbeteiligung der Anwohner an der Erneuerung des Mischwasserkanals in Höhe von 525.000 Euro.

Der Baubeginn, sofern der im Mai verabschiedete Haushalt von der Kommunalaufsicht genehmigt wird, soll im Frühjahr 2023 erfolgen, mit einer Bauzeit von zwei Jahren ist zu rechnen. Für die rund 40 betroffenen Haushalte, die wegen der Einordnung des Philosophenweges als Anliegerstraße 75 Prozent der umlagefähigen Kosten übernehmen müssten, würde das finanzielle Belastungen in bis zu sechsstelliger Höhe bedeuten. Und das, obwohl man von Seiten der Stadt bereits Zugeständnisse gemacht habe: „Da die Anwohnerinnen und Anwohner für die Abstützung der Hänge auf ihrem Grundstück selbst zu sorgen haben, werden wir in den Bestand nicht eingreifen. Etwa neunzig Prozent der Mauern und Zäune bleiben, zu Gunsten der Eigentümerinnen und Eigentümer kostenneutral, so wie sie sind“, informierte Albert Frost.

Tobias Dannenberg unterstrich in seinem Bericht, dass man in den kommenden Monaten jede erdenkliche Möglichkeit prüfen werde, um die finanziellen Belastungen für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner zu minimieren. Die Höhe der Kostenbeteiligung durch die Deutsche Bahn sei noch unklar, da man noch nicht genau wisse, welche Flächen des Transportunternehmens in die Umlage-Rechnung mit aufgenommen werden könnten. Um das festzustellen, sei ein Fachanwalt engagiert worden. Dieser lasse ebenfalls prüfen, ob der Philosophenweg als Anliegerstraße den Status einer Durchgangsstraße erhalten könne, wonach sich eine Kostenbeteiligung erheblich verringern würde. „Leider wurde mit der Umsetzung der Baumaßnahme Jahrzehnte gewartet. Bereits 2005 wurde erkannt, dass der heute 100 Jahre alte Abwasserkanal erneuert werden muss. Wir werden Kosten vermeiden, wo wir können und alle Hebel in Bewegung setzen, um Sie soweit wie möglich zu entlasten“, versprach der Mündener Bürgermeister.

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