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Bau einer Verbindungskurve für den Schienengüterverkehr
Paderborn – Halle | Abschnitt „Kurve Kassel“

Im Rahmen des Programms „Frankfurt RheinMain plus“ ist nördlich von Kassel der Bau einer Verbindungskurve zwischen den Eisenbahnstrecken Warburg – Kassel und Kassel – Hann. Münden geplant. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde dieses Vorhaben als sogenannter „Vordringlicher Bedarf“ zur Engpassbeseitigung aufgenommen. So entfallen für den Schienengüterverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Halle (Saale)/Mitteldeutschland zeit- und kostenintensive Fahrtrichtungswechsel im Rangierbahnhof Kassel. Derzeit befindet sich das Projekt in der Vorplanung.
Weitere Informationen unter: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/kurve-kassel

Planungsstand (März 2018)

Für die „Kurve Kassel“ wurde die Grundlagenermittlung abgeschlossen. Dabei werden die verkehrlichen und betrieblichen Ziele geklärt, die sich aus den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans ableiten. Im Rahmen der Grundlagenermittlung wurden erste Lösungsideen entwickelt, die allerdings noch keinen Rückschluss auf die spätere realisierbare Trassenführung zulassen.
Vielmehr dienen die Erkenntnisse aus der Grundlagenermittlung als Basis für die Untersuchungen zum Raumordnungsverfahren (ROV). Das ROV stellt ein vorklärendes Gutachten zur Beurteilung der Raumverträglichkeit von Einzelvorhaben mit einer überörtlichen Bedeutung dar. Dabei werden Varianten im Suchraum nördlich von Kassel entwickelt und auf raumordnerische, umwelttechnische, verkehrliche und wirtschaftliche Gesichtspunkte untersucht. Unter Abwägung dieser Kriterien wird sich eine bestmöglich geeignete Variante ergeben, die im Anschluss im ROV begutachtet sowie durch die Vorentwurfsplanung vertieft geplant wird. Mit der Antragskonferenz am 20. März 2018 beginnen die Untersuchungen für das ROV.
Folgende Lösungsideen für eine Neubaustrecke (NBS) wurden unter Berücksichtigung von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit entwickelt:

  • NBS Espenau-Mönchehof – Staufenberg-Speele
  • NBS Espenau-Mönchehof – Fuldatal-Ihringshausen
  • NBS Verbindungskurve Niedervellmar (stadtnahe Variante)

Die Vorplanung inklusive des Raumordnungsverfahrens wird voraussichtlich nach 2020 abgeschlossen und mündet in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. In dieser Phase wird eine konkrete Variante, die aus dem ROV ermittelt wurde, detailliert geplant. Ziel ist der Erhalt der finalen Realisierungsgenehmigung in Form der Planfeststellung.
Im letzten Schritt folgen die Ausführungsplanung sowie die der Bau der neuen Schienenstrecke.

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