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Sanierung in Hann. Münden

Die Stadt Hann. Münden gehört zu den wenigen Städten, deren historischer Stadtkern ohne Zerstörung und wesentliche Maßstabsverletzungen überdauern konnte. Der mittelalterliche Stadtgrundriss ist unverändert, das heutige Stadtbild wird – wie in der Vergangenheit – geprägt vom Schloss, dem Rathaus, den Kirchen St. Blasii und St. Aegidii, den geschlossenen Straßenzügen mit Fachwerkbauten aus 6 Jahrhunderten und wesentlichen Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Bereits in den Jahren 1967/1968 begannen Rat und Verwaltung, sich intensiv mit den Fragen der Altstadtsanierung, ihrer Planung und Organisation zu befassen.

1967 ff

Förderung der Fassadenfreilegung durch die Stadt Münden

1969

Anerkennung Mündens als Modellstadt des Landes Niedersachsen zu Altstadtsanierung

Sanierungskonzept Altstadt 1969/1971:

Das Sanierungskonzept löst sich in bezug auf die damals noch üblichen Denkmuster von diesen in folgenden Strukturbereichen:

  • Kleinteilige/hausweise Erneuerung statt Flächenabriss
  • Sanierung als Prozess statt finaler Umbau in kurzer Zeit 
  • Weitgehender Erhalt des Stadtgrundrisses statt Erweiterung von Straßenräumen, z.B. für Anlieferverkehr.

Das Mündener Konzept war (1971) eines der ersten – wenn nicht das erste - Konzept in Niedersachsen, was für den später allgemein nachweisbaren Trend „Sanierung in kleinen Schritten“ steht. Damals bedeutete diese Festlegung jedoch, nicht als Bundesmodellvorhaben aufgenommen werden zu können, dies wäre nach den damaligen Kriterien nur mit größerem Abrissvolumen und ebenfalls großem Sanierungsgebiet möglich gewesen.

1971

Das Städtebauförderungsgesetz tritt in Kraft

1973

Förmliche Festsetzung zweier kleiner Sanierungsgebiete – statt der gesamten Altstadt -
Sanierungsgebiet I: „Wasserfront zur Fulda“
Sanierungsgebiet II: „Quartier am Plan“

1977

Landessieger im Wettbewerb „Denkmalschutz und Stadtgestalt“

1979

Bundespreis „Denkmalschutz und Stadtgestalt“ für Sanierungsgebiete

1982

Zusammenlegung beider Sanierungsgebiete zu einem Sanierungsgebiet

1984

1. Nachtragssatzung zur Satzung der Stadt Münden über die Zusammenlegung des Stadtgebietes I „Wasserfront zur Fulda“ und des Sanierungsgebietes II „Quartier am Plan“ zu einem Sanierungsgebiet „Altstadt I“mit Arrondierung Burgstraße/Jüdenstraße/Bahnhofstraße

Im Laufe der Jahre wuchs die Erkenntnis, mit dem Gebiet „Altstadt II“ einen weiteren Teil der Altstadt in die Sanierung einzubeziehen, um ein zu starkes Absinken des Wohnstandards und des Wohnumfeldes in den Nachbarbereichen der bisherigen Sanierungsgebiete zu verhindern.

1989

Der Rat beschloss die Satzung der Stadt Hann. Münden über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Altstadt II“, in Kraft getreten am 05.03.1990

In Folge der Wiedervereinigung wurde 1993 die Städtebauförderung zu Gunsten der neuen Bundesländer im Westen ausgesetzt. Danach konnte die Sanierung nur aus Mieten, Pachten und Verkaufserlösen fortgesetzt werden.

2000

Um in das neue Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen zu werden, beschloss der Rat der Stadt Hann. Münden, die Kosten für ein weiteres Sanierungsgebiet bereitzustellen.

2001

Der Rat beschloss die Satzung der Stadt Hann. Münden über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Altstadt III“

2002

Der Rat beschloss die Satzung der Stadt Hann. Münden über die Aufhebung des förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes „Altstadt II“ zum 31.12.2002.

2002

Der Rat beschloss die Satzung der Stadt Hann. Münden über die Aufhebung des förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes „Altstadt I“

01.07.2008

Der Rat der Stadt Hann. Münden beschließt über die Durchführung, Dauer und Co-Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen und über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

11.03.2009

Der Rat der Stadt Hann. Münden beschließt über die Satzung der Stadt Hann. Münden über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Altstadt IV“

08.04.2009

Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, zugleich Zusage über Städtebaufördermittel in Höhe von 400.000 €

11.06.2009

1. Bürgerversammlung

27.07.2009

Vertrag zwischen der Stadt Hann. Münden und der DSK Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH über die Durchführung der Sanie-rungsberatung

17.12.2009

Die ersten beiden Modernisierungsverträge mit privaten Hauseigentümern werden unterzeichnet

2012/2013

Sanierung der Marktstraße und des historischen Packhofs

2012/2013

Sanierung der Kindertagesstätte Schlosshof

2013/2014

Umgestaltung des Dielengrabens

2019

Umgestaltung der Wanfrieder Schlagd (geplant)