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Werder und Wallanlagen im Blickpunkt

Bürgerinnen und Bürger äußerten während des zweiten Workshops des „Grün Blauer Rings“ Detailvorschläge für klimagerechte Gestaltung und Pflege von Anlagen und Flächen

11.10.2023

30 Bürgerinnen und Bürger äußerten am vergangenen Freitag während des zweiten Workshops des „Grün Blauen Rings“ ihre Wünsche, Vorschläge und Anregungen für klimagerechte Gestaltung und Pflege von innerstädtischen Anlagen und Flächen. Das Team des für eine Konzeptentwicklung zum Förderprojekt zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel beauftragten Landschaftsarchitekturbüros Wette & Küneke aus Göttingen sorgte im Rittersaal des Welfenschlosses für den passenden Rahmen, in dem sich die in mehrere Gruppen aufgeteilten Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen konnten.

Im Fokus standen neben dem oberen und unteren Tanzwerder, dem Doktorwerder und Blümer Werder auch die oberen und unteren Wallanlagen. Deren klimaangepasste Umgestaltung ist das Ziel der Workshop-Reihe, deren erste Runde die Stärken und Schwächen der Inseln und Flächen sowie erste Planungsideen herausarbeitete. Nach diesen zusammengetragenen Erkenntnissen hatten die Landschaftsplaner für das nun zweite Zusammentreffen Planungsunterlagen vorbereitet, anhand derer jede Gruppe sich einmal mit den zur Debatte stehenden Arealen auseinandersetzen und Detailvorschläge äußern konnte.

Vor der eigentlichen Arbeit führte Diplom-Ingenieur Wolfgang Wette noch mal in das Thema ein und sprach von einem enormen Potenzial der genannten Anlagen, welches man aus einem Dornröschenschlaf erwecken müsse. Dafür seien nicht nur große und teure Investitionen in die Infrastruktur nötig: Bereits mit wenigen Maßnahmen, beispielsweise bei der Bepflanzung, könnte man schon einiges bewegen. Ein gutes Beispiel ist die laufende Initiative „Münden blüht und summt“.

Die vorbereiteten Pläne wurden intensiv und teilweise kontrovers von den Mitgliedern des zweiten Workshops diskutiert. Sowohl Mitarbeiterinnen des städtischen Bereichs Stadtentwicklung als auch das Team des Landschaftsarchitekturbüros Wette & Küneke hatten am Ende des Abends etliche Notizen auf den ausliegenden Lageplänen verzeichnet, um nun die Maßnahmenvorschläge zu konkretisieren und abzustimmen. Die Ergebnisse des Diskussionsprozesses sollen in den kommenden Wochen per E-Mail an die beteiligten Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer verschickt werden.

Wie Nicole Prediger, Leiterin des städtischen Bereichs Stadtentwicklung mitteilte, würden für eine Konzeptentwicklung noch Wünsche von Kindern- und Jugendlichen sowie der Mündener Initiative „Münden blüht und summt“ berücksichtigt und ebenfalls in die Gesamtbewertung miteinfließen. Anfang 2024 sollen die zusammengetragenen Ergebnisse im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt und dort auf politischer Ebene weiter diskutiert werden. Dann werde man sehen, welche Maßnahmen finanzierbar und umzusetzen seien.

Dringlich geäußerte Wünsche waren u.a. die Neugestaltung des Uferbereichs an der Anlegestelle der MS Weserstein, die Einschränkung des Parkplatzes auf dem Tanzwerder für Wohnmobile, sowie die Umgestaltung der Fläche rund um den Weserstein als Publikumsmagnet. Ebenfalls genannt wurde die Ergänzung von Bepflanzung und Möblierung in den Wallanlagen einschließlich des Spielplatzes sowie die Festlegung abgestufter Bereiche hinsichtlich der Pflege- und Nutzungsintensität der Rasen- und Wiesenflächen.

Die Stadtverwaltung dankt allen Interessierten für die rege Teilnahme an den beiden Workshops.

Autor: M. Simon / Pressestelle Hann. Münden, 11.10.2023 

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