Weserfähre zwischen Hemeln und Veckerhagen bleibt erhalten

Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden

Gemeinsamer Einsatz zeigt Erfolg – Instandsetzungsarbeiten gesichert

30.10.2026

Gute Nachrichten für die Menschen in Hemeln, Veckerhagen und der gesamten Region: Die drohende Einstellung des Fährbetriebs über die Weser ist abgewendet. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) wird die notwendigen Instandsetzungsarbeiten an der Fähre durchführen. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erhalt dieser traditionsreichen Verbindung zwischen Niedersachsen und Hessen geschaffen.

Nachdem bekannt geworden war, dass das WSA seine bisherige Unterstützung künftig einstellen könnte, hatte sich Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg unmittelbar an den Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler gewandt und um Unterstützung gebeten. Damit griff er zugleich eine dringende Bitte des Ortsrates Hemeln auf. Güntzler nahm sich der Angelegenheit an und setzte sich unter anderem in Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium für eine Lösung ein. Auch weitere politische Vertreter aus der Region unterstützten die Bemühungen. Der gemeinsame Einsatz hat sich nun ausgezahlt.

„Für die Menschen in Hemeln ist die Fähre weit mehr als eine touristische Attraktion. Sie ist eine wichtige Verbindung im Alltag und gehört seit vielen Jahren zu unserer Region“, erklärt Bürgermeister Tobias Dannenberg. „Deshalb war für mich klar, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen müssen, um diese Verbindung zu erhalten. Ich bin besonders Fritz Güntzler sowie allen weiteren Mitstreitern in dieser Angelegenheit sehr dankbar, dass sie unser Anliegen bis auf Bundesebene aufgegriffen und sich mit Nachdruck für eine Lösung eingesetzt haben. Dass die Instandsetzungsarbeiten nun wie gewohnt durchgeführt werden, ist eine hervorragende Nachricht.“

Wichtige Verbindung für die gesamte Region

Die Weserfähre verbindet nicht nur zwei Bundesländer, sondern vor allem die Menschen auf beiden Seiten des Flusses. Für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie die Bevölkerung der angrenzenden Ortschaften ist sie ebenso von Bedeutung wie für den Tourismus. Darüber hinaus spielt die Verbindung auch für Einsatzkräfte und den Katastrophenschutz eine wichtige Rolle.

Um den sicheren Betrieb der Fähre dauerhaft gewährleisten und die erforderlichen Betriebserlaubnisse verlängern zu können, sind regelmäßige technische Überprüfungen und Instandsetzungsarbeiten notwendig. Diese werden bislang auf der Hellinganlage des WSA in Hann. Münden durchgeführt.

Die zunächst angekündigte Einstellung dieser Unterstützung hatte die Zukunft der Fährverbindung ernsthaft infrage gestellt. Eine kurzfristig umsetzbare Alternative für die notwendigen Arbeiten war nicht in Sicht.
Mit der nun erreichten Verständigung können die bewährten Abläufe und die vorhandene Infrastruktur weiterhin genutzt werden. Damit ist eine wesentliche Grundlage für den Fortbestand des Fährbetriebs gesichert.

Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung: „Die Fährverbindungen im Wesertal sind wichtige infrastrukturelle Schnittstellen zwischen Südniedersachsen und Hessen. Pendler, Schüler, Studierende und Anwohner sind ebenso auf sie angewiesen wie Feuerwehren, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz. Umso wichtiger ist es, dass für die Fähre zwischen Hemeln und Veckerhagen eine tragfähige Lösung gefunden werden konnte. Der gemeinsame Einsatz hat sich gelohnt.“

Bürgermeister Tobias Dannenberg sieht in der positiven Entwicklung auch ein wichtiges Signal für die Zusammenarbeit zwischen kommunaler und bundespolitischer Ebene: „Gerade im ländlichen Raum sind solche Verbindungen von großer Bedeutung. Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine kleine infrastrukturelle Angelegenheit erscheint, hat für die Menschen vor Ort erhebliche Auswirkungen. Umso wichtiger ist es, dass ihre Anliegen gehört und ernst genommen werden.“

Besonders erfreulich sei, dass durch den gemeinsamen Einsatz eine Lösung gefunden werden konnte, ohne die bewährten Strukturen aufgeben zu müssen.

„Mein besonderer Dank gilt Fritz Güntzler, der unser Anliegen unmittelbar aufgegriffen und sich mit großem Engagement auf Bundesebene für den Erhalt der Fähre eingesetzt hat. Ebenso danke ich dem Bundesverkehrsministerium, dem Ortsrat Hemeln und allen weiteren Beteiligten, die sich für diese Lösung starkgemacht haben. Das zeigt einmal mehr, was wir erreichen können, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Dannenberg abschließend.

Die Stadt Hann. Münden begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Für die Menschen auf beiden Seiten der Weser bedeutet sie vor allem eines: Eine wichtige Verbindung ihrer Heimat hat weiterhin eine Zukunft.