Geschichte erlebt und Netzwerke entdeckt
Denkmale waren in Hann. Münden und den Ortsteilen geöffnet
15.09.2026
Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ hatte die Stadt Hann. Münden am vergangenen Sonntag zum Tag des offenen Denkmals eingeladen. Zahlreiche historische Orte in der Kernstadt und den Ortsteilen öffneten ihre Türen und boten Besucherinnen und Besuchern besondere Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Stadt.
Eröffnet wurde der diesjährige Tag des offenen Denkmals auf dem Doktorwerder durch Bürgermeister Tobias Dannenberg und Joachim Abratis, Vizepräsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS). Anlässlich des Jubiläums „150 Jahre einheitliche Wasserbauverwaltung“ thematisierte Henning Buchholz als Leiter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung Weser (WSA Weser) die Bedeutung der Wasserstraßen-Infrastruktur thematisiert. Stadtarchivar Stefan Schäfer nahm die Besucherinnen und Besucher anschließend mit auf eine historische Reise durch die Geschichte des Doktorwerders.
150 Jahre einheitliche Wasserbauverwaltung
Auf der Insel selbst konnten unter anderem das Borkenhäuschen, die Werraschleuse und das historische Nadelwehr besichtigt werden. Schautafeln, historische Bauteile und Gespräche mit Mitarbeitenden des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes machten die technische und historische Bedeutung der Anlagen anschaulich verständlich.
Aber auch an zahlreichen weiteren Orten wurde Geschichte erlebbar: Das Welfenschloss, das Fachwerkhaus Lange Straße 5, die Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde, die evangelisch-reformierte Fachwerkkirche, der Packhof, das Steinbrückenquartier, der Hagelturm und der Forstbotanische Garten öffneten ihre Türen. Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Mitmachangebote boten dabei unterschiedliche Zugänge zu den historischen Bauwerken und ihren Geschichten.
Besondere Führungen widmeten sich zudem den Netzwerken, die Hann. Münden über Jahrhunderte geprägt haben. In Bonaforth ging es um historische Wege, Versorgung und Verkehr, an den Schlagden um die Verbindung Mündens mit Handel und Schifffahrt und am Bahnhof Hann. Münden um die Entwicklung der Eisenbahn und ihre Bedeutung für Personen- und Güterverkehr.
Auch in Oberode und Hedemünden konnten besondere historische Orte erkundet werden. Die Brennhütte erinnerte an die jahrhundertealte Töpfertradition des Ortsteils, während Führungen am Römerlager Hedemünden Einblicke in die römische Geschichte vor rund 2.000 Jahren gaben.
„Der Tag des offenen Denkmals zeigte damit einmal mehr, wie vielfältig das historische Erbe Hann. Mündens ist. Zugleich wurde deutlich, dass Denkmale nicht isoliert betrachtet werden können: Sie sind Teil von Wegen, Handelsbeziehungen, Verkehrsverbindungen, technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Netzwerken, die die Stadt über Jahrhunderte geprägt haben und bis heute nachwirken teilweise bis heute von Bedeutung sind“, erklärt der städtische Bereich Stadtentwicklung, der die Veranstaltungsangebot koordiniert hatte.
Die Stadt Hann. Münden bedankt sich bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern, Vereinen, Institutionen, Gästeführerinnen und Gästeführern sowie allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des diesjährigen Tags des offenen Denkmals beigetragen und Geschichte für die Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht haben.
Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden