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01.09.2026

Herzogin Elisabeth feierte ihren 516. Geburtstag

Event erinnert an starke Frauen der Mündener Geschichte

01.09.2026

Rund 60 Gäste kamen am vergangenen Sonntag, 30. August, ins Corvinus-Haus, um den 516. Geburtstag von Herzogin Elisabeth von Brandenburg zu feiern. Die Veranstaltung wurde von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hann. Münden, der Stadtführergilde und der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde Münden organisiert.

Bei Kaffee, Kuchen und musikalischer Begleitung durch die Harfenmusik von Bettina Kallausch stand das Leben zweier historischer Frauenpersönlichkeiten im Mittelpunkt. Sabine Lohmann schlüpfte in die Rolle der Herzogin Elisabeth von Brandenburg, Marie Anne Langefeld verkörperte Katharina von Sachsen. In zwei Lesungen berichteten sie aus dem bewegten Leben der beiden Frauen.

Herzogin Katharina war die erste Gemahlin Herzog Erichs I. von Calenberg-Göttingen, Elisabeth seine zweite und bekanntere Gemahlin. Beide Frauen lebten in einer Zeit, in der vor allem Männer politische Entscheidungen trafen. Dennoch nahmen sie Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen und prägten auch die Geschichte Hann. Mündens.

Besonders Herzogin Elisabeth setzte sich für Bildung ein. Sie gründete in Münden die erste „Maidlein-Schule“ für Mädchen und engagierte sich für die Reformation. Auch Martin Luther stand mit ihr in persönlichem Kontakt. Ein Zeugnis dafür ist der sogenannte „Käsebrief“, von dem bei der Veranstaltung ein Duplikat in Luthers Originalhandschrift und mit Siegel an die Gäste ausgegeben wurde.

Die Veranstaltung stieß auf große Resonanz, alle 60 Plätze waren besetzt. Gleichstellungsbeauftragte Melissa Castillo zeigte sich entsprechend zufrieden: „Das große Interesse zeigt, dass die Geschichten historischer Frauenpersönlichkeiten alles andere als langweilig oder bereits bekannt sind.“

Ihr besonderer Dank galt der Stadtführergilde für die Gestaltung der Lesungen sowie den Damen der Stadtkirchengemeinde für die ehrenamtliche Bewirtung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten. „Wenn Frauen zusammenhalten und sich gegenseitig in Ehren halten, entsteht etwas Fantastisches“, so Castillo.

Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden

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