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05.06.2026

Potenziale für klimafreundliche Wärmeversorgung aufgezeigt

Kommunale Wärmeplanung: Hamburg Institut stellt Bericht für Hann. Münden vor

05.06.2026

Im Rahmen einer öffentlichen Vorstellung hat das Hamburg Institut Ende Mai die Ergebnisse der Konzeptentwicklung zur Kommunalen Wärmeplanung für Hann. Münden präsentiert. Projektleiter Justus Börms erläuterte dabei die zentralen Erkenntnisse und möglichen Entwicklungsperspektiven für eine klimafreundliche Wärmeversorgung der Stadt bis zum Jahr 2040. Bereits im Januar hatte das Hamburg Institut interessierte Bürgerinnen und Bürger während einer öffentlichen Veranstaltung über die ersten Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse informiert (mehr dazu lesen Sie unter folgendem Link: https://www.hann.muenden.de/index.php?object=tx,3043.5&ModID=255&FID=2759.73307.1).

Einteilung nach Eignungsgebieten

Für die Aufstellung des Wärmeplans wurde das Stadtgebiet in bis zu 23 sogenannte Eignungsgebiete unterteilt. Diese wurden individuell hinsichtlich Lage, Gebäudestruktur, Wärmebedarf sowie vorhandener Infrastruktur bewertet. Auf dieser Grundlage wurden unter anderem die Wärmeliniendichte, der jeweilige Wärmebedarf einzelner Gebäude sowie die Entfernung zu möglichen Wärmenetzen ermittelt. Das Hamburg Institut unterscheidet dabei zwischen dezentralen Gebieten, Prüfgebieten sowie Wärmenetz-Gebieten. Während in den überwiegend ländlich geprägten Bereichen dezentrale Lösungen – insbesondere Wärmepumpen – als strategisch sinnvoll bewertet werden, wurden in dichter besiedelten Quartieren konkrete Potenziale für den Ausbau von Wärmenetzen identifiziert.

Zu den Wärmenetz-Gebieten mit hoher Prüfungspriorität bis zum Jahr 2030 zählen die Bereiche Contitech, Gimte, Grotefend-Gymnasium, Klinikum Hann. Münden, Neumünden sowie Entenbusch. Als Prüfgebiete wurden Schützenstraße, Bahnhofstraße, Hedemünden Indsutriegebiet, Seniorengemeinschaft am Reinhardswald, Tillyschanze, Rattwerder, Floßplatz, Tanzwerder, Blume/Steinweg, Vor der Bahn/Werraweg, Hermannshagen, Gimte Nord, Volkmarshausen, Berliner Ring und Neumünden Nordwest ausgewiesen. Hier soll ab dem Jahr 2030 geprüft werden, ob ein wirtschaftlicher Ausbau von Wärmenetzen möglich ist.

Die Stadt Hann. Münden kommt mit der Aufstellung des Kommunalen Wärmeplans ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach. Das vorgestellte Konzept beschreibt den strategischen Rahmen für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung in Hann. Münden. Aus dem Kommunalen Wärmeplan selbst ergeben sich jedoch keine unmittelbaren Rechtsansprüche, Verpflichtungen oder verbindlichen Vorgaben für Bürgerinnen und Bürger sowie Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer.

Besonders hervorgehoben wurde das bestehende Fernwärmenetz als große Chance für die Stadt. Darüber hinaus sieht das Konzept ausreichende Potenziale für erneuerbare Wärmequellen, beispielsweise durch die Nutzung von Flusswärme. Die Gebietseinteilung soll künftig sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch Unternehmen und weiteren Schlüsselakteuren als Orientierungshilfe dienen. Ergänzend zu dezentralen Lösungen könnten auch Quartierslösungen eine wichtige Rolle bei der Wärmewende spielen.

Über die Annahme des vorgelegten Konzepts wird der Rat der Stadt Hann. Münden voraussichtlich im Oktober 2026 entscheiden.

KWP-Bericht liegt aus und steht als Download bereit

Den Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Hann. Münden finden interessierte Bürgerinnen und Bürger in Papierform im Bereich Stadtentwicklung (Böttcherstraße 3, 2. Etage) vor. Zudem steht er im PDF-Format in der rechten Randspalte als Download bereit. Für weitere Auskünfte steht der Fachdienst Stadtplanung und Umwelt, zu erreichen via E-Mail unter stadtplanung@hann.muenden.de, zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zum Thema „Kommunale Wärmeplanung“ finden Interessierte unter folgenden Links:

- https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/zielgruppen/kommunen/Kommunale_Waermeplanung.php

- https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/energieberatung

- https://www.niedersachsen.de/energie/waermewende/warmewende-in-niedersachsen-227497.html

Autor/in: Pressestelle der Stadt Hann. Münden

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