Ein letzter Blick auf Eberleins Seelenleben
Winterpause naht: Städtisches Museum schließt am 1. November seine Pforten
28.10.2026
Bis Sonntag, 1. November 2026, ist das Städtische Museum in der Zeit von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Danach geht es wieder in die Winterpause, die bis Ostern 2027 andauern soll.
Damit heißt es auch Abschied nehmen von der Sonderausstellung über den Bildhauer Gustav Eberlein, der 1926 – also vor einhundert Jahren – in Berlin verstarb. Unter dem Titel „Aus eines Bildners Seelenleben“ präsentiert das Museum lange nicht mehr gezeigte Werke des Künstlers. In dem 1893 erschienenen Buch gleichen Namens stellte sich Eberlein nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Maler und Poet mit zahlreichen biografischen Spuren selbst dar. Es steht am Anfang einer Karriere, die ihn zu einem der gefragtesten Bildhauer Deutschlands werden ließ.
Möglich wurde die Ausstellung dank des langen Atems Kunstbegeisterter, die unter dem Namen Gustav-Eberlein-Forschung e. V. seit 1982 an der Rettung und Würdigung des Werkes arbeiten. Bereits vor dem Tode Eberleins begann der Niedergang des Kaiserreiches und mit ihm eine radikale Erneuerung des Kunstbegriffes. Das führte unter anderem dazu, dass hunderte Werke Eberleins bis etwa 1960 im Museum ausgesondert, beseitigt und letztlich zerschlagen wurden. Mit unendlicher Geduld und viel Engagement konnten die meisten der heute ausgestellten Werke restauriert werden.
Auch in der letzten Stunde der Öffnungszeit besteht ab 15 Uhr die Gelegenheit, die Ausstellung mit kleinen Anekdoten, etwas Augenzwinkern und einer Prise Wehmut zu verabschieden – denn dann geht es für die eine oder andere Schönheit wieder ins Depot. Museumleiter Stefan Schäfer und die Mitglieder der Arbeitsgruppe der Gustav-Eberlein-Forschung freuen sich auf Ihren Besuch.
Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden