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"Schede" soll entschärft werden

Gemeinschaft gibt Erarbeitung eines Hochwasserschutzkonzepts in Auftrag

09.04.2026

Die Stadt Hann. Münden hat gemeinsam mit den Gemeinden Scheden und Bühren sowie dem Leineverband die Erstellung eines Interkommunalen Hochwasserschutzkonzepts für das Gewässer „Schede“ in Auftrag gegeben. Die Konzepterstellung wird vom Land Niedersachsen gefördert und wird voraussichtlich bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.

Um den Hochwasserschutz entlang der Schede voranzutreiben, gründete sich im August 2023 die „Hochwasser- und Starkregengemeinschaft im Schedeeinzugsgebiet“. Diese Gemeinschaft setzte sich zum Ziel, sich künftig besser gegen Starkregenereignisse und dem damit in Verbindung stehenden Hochwasser zu wappnen. Hintergrund sind wiederkehrende Überschwemmungen durch die Schede, zuletzt 2016.

Das in dem Interkommunalen Hochwasserschutzkonzept zu beleuchtende Gebiet umfasst rund 49 km² und mehrere betroffene Ortschaften, darunter Bühren, Dankelshausen, Scheden, Mielenhausen und Volkmarshausen. Es wird auf einer Analyse von Abflussmengen bei Starkregen basieren und soll konkrete Schutzmaßnahmen für besonders betroffene Gebiete wie Volkmarshausen sowie die Gemeinden Scheden und Bühren aufzeigen.

Experten aus Darmstadt erhalten Planungsauftrag

Im Februar 2026 konnte das Planungsbüro BGS Wasser aus Darmstadt mit der Erstellung des Hochwasserschutzkonzepts beauftragt werden. Das Büro hat sich das Plangebiet bereits vor Ort angesehen und ist derzeit dabei, die notwendigen Grundlagendaten für die Modellierung zusammenzustellen. Als nächster Schritt sind Vermessungsarbeiten vorgesehen.

Aufbauend auf den Vermessungsergebnissen werden später hydrologische und hydraulische Modelle (u. a. zur Simulation von Niederschlag und Abfluss) erstellt. Mit diesen Modellen werden verschiedene Hochwasserszenarien (je nach Bedrohungsgrad HQ10 bis HQ100 genannt) berechnet, um Überflutungsflächen, Wasserstände und mögliche Schäden in den betroffenen Ortslagen zu ermitteln.

Bestehende Daten, insbesondere zu bereits festgelegten Überschwemmungsgebieten, sollen berücksichtigt und bei Abweichungen mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Ziel ist ein Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) an der Schede, wobei für kleinere Gewässer auch geringere Schutzniveaus möglich sind.

Auf Basis aller Analysen soll das Konzept konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz inklusive Kostenschätzungen entwickeln und deren Auswirkungen auf Siedlungen, Infrastruktur und Schutzwirkung im gesamten Einzugsgebiet bewerten.

Autor: Pressestelle Stadt Hann. Münden, 09.04.2026 

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